Der Spiegel behauptet:
„ein Großteil der Arbeitnehmer hat dieses Jahr nach Abzug der Inflation netto weniger in der Tasche.“ Als wann,das lässt er offen. Also sagen wir: weniger als voriges Jahr.
Dann stellt der Spiegel eine seltsam getürkte Frage: „Darf man die Menschen in Zeiten des Aufschwungs derart frustrieren?“
Was heißt „man“ und was bitte heißt „darf“? Wenn man, nehmen wir an, es sei die Regierung oder das Kapital gemeint, wenn man es also kann, wenn man ohne Widerstand den Großteil der besagten Arbeitnehmer frustrieren kann, darf man es naturgemäß auch. Wer sagt denn, dass der sog. Aufschwung für alle da ist? Der Spiegel?
Man darf immer, was man kann, ohne dass sich Widerstand dagegen regt.
Was insinuiert der Spiegel wohl mit solch gefälschten Fragen?
Wie kommt er vom Hölzchen des Bankenaufschwungs zum Stöckchen irgedwelcher Arbeitnehmer?
Welchen Zusammenhang konstruiert hier der Spiegel,statt seiner Aufgabe des einfachen Abkonterfeiens nachzukommen? Man erkennt, der alte Aberglaube, dass allen Spiegeln oft seltsame Dämonen entsteigen, ist wieder beim Wort zu nehmen.
Die Friseure im Spiegel proben den Aufstand und verhetzen die treue Herde.
Beschaffungskriminalität muss her. Tickets klauen / erschleichen / im Radio gewinnen? Muss jetzt erstmal `ne Runde weinen!

